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Websites mobil machen – responsive Website, mobile Website und native App im Vergleich [Infografik]

5. Juni 2013

Der mobile Internet-Traffic macht aktuell bereits 15 Prozent des gesamten Internet-Traffics aus und die Anzahl der Nutzer mit mobilem Internetzugang wird die der Nutzer mit Desktop-Zugang 2014 übersteigen (in China ist dies bereits seit 2012 der Fall).

Internetzugang - Mobile vs. Desktop

Sprunghaftes Wachstum der mobilen Internetnutzung

Das Wachstum ist sprunghaft: 40 Prozent der Deutschen nutzen heute bereits das mobile Internet – 2012 waren es nur 27 Prozent. Dabei ist die mobile Internetnutzung keineswegs nur eine Alternative für unterwegs und wenn kein PC verfügbar ist: während in den USA 2012 bereits 55 Prozent mobil auf das Internet zugegriffen haben, gaben 31 Prozent dieser User an, dass der mobile Zugang ihr primärer Zugang ist. Google verzeichnet, dass nur 17 Prozent der mobilen Suchabfragen von unterwegs erfolgen, während 77 Prozent von zu Hause oder aus dem Büro getätigt werden. Dies gepaart mit der Erkenntnis, dass 46 Prozent aller Mobile-Nutzer den mobilen Internetzugriff als ihren primären Schritt für das Fällen eines Kaufentscheids angeben, macht offensichtlich, warum Google-CEO Eric Schmidt bereits 2010 die Devise „Mobile first“ ausrief.

Websites und Shops nicht für mobile Geräte optimiert

Während Google diesen Megatrend früh erkannt und ins Zentrum seiner gesamten Produktentwicklung gestellt hat, sind die meisten Websites und Online-Shops jedoch nur mangelhaft auf diese Entwicklung vorbereitet. Nur wenige bieten einen Auftritt an, der für mobile Geräte optimiert ist: Besucher haben auf kleinen Bildschirm mit kaum lesbaren Schriftgrößen und nicht tap-baren Links zu kämpfen und müssen sich permanent heraus- und hereinzoomen, um die Website auch nur halbwegs nutzen zu können. Die Konsequenz: hohe Abbruchraten und verlorener Umsatz.

Mobile Optimierung: Responsive, Mobile Website oder Native App?

Für die Ausrichtung von Websites auf die mobile Nutzung gibt es mehrere Möglichkeiten. Doch welcher Weg eignet sich am besten für das eigene Angebot? Wir haben die drei Varianten Responsive Website, Mobile Website und Native App betrachtet und miteinander verglichen.

Responsive Website:
Eine responsive, also reaktionsfähige Website erkennt unterschiedliche Bildschirmgrößen und passt Aufbau und Design daran an. Über die Anpassung des CSS kann für verschiedene Endgeräte (Smartphone, iPad etc.) festgelegt werden, wie die Seite dargestellt werden soll.

Mobile Website:
Eine mobile Website ist eine zusätzlich zur Desktopseite separat erstellte Website, die speziell auf die mobile Nutzung ausgerichtet ist. Wird die dazugehörige Desktopseite mit einem Mobilgerät aufgerufen, wird der Nutzer zur mobilen Version weitergeleitet.

Native App:
Anstelle einer optimierten Website kann auch eine native App entwickelt werden, eine Anwendung, die vom Nutzer in einem App Store heruntergeladen und auf dem mobilen Gerät installiert wird.

Entwicklungsaufwand, SEO-Eignung, Usability & Co. – so schneiden die unterschiedlichen Ansätze ab

Welches ist die beste Wahl, um das eigene Angebot für mobile Geräte zu optimieren? Je nach Zielstellung kann ein anderer Ansatz die optimale Lösung sein. Zur Fundierung einer Entscheidung haben wir daher alle entscheidungsrelevanten Dimensionen, in denen Responsive Website, Mobile Site und Native App voneinander abweichen, in einer Infografik (unten) aufgelistet und die Ansätze miteinander verglichen.

Fazit

Jede Optimierungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile. Responsive Seiten berücksichtigen vor allem mögliche zukünftige Veränderungen auf dem Smartphone-Markt, z.B. wenn ein Gerät mit einer neuen Bildschirmbreite auf den Markt kommt, und sind damit sehr flexibel. Zudem müssen inhaltliche Anpassungen nur einmal erfolgen, da für sie nicht wie bei der mobilen Website eine komplett separate Website aufgebaut wird. Der Pflegeaufwand hält sich somit im Rahmen. Dies hat auch aus Suchmaschinen- und ganz allgemein aus Verbreitungsperspektive entscheidende Vorteile: die URL ist immer die gleiche, egal von welchem Gerät darauf zugegriffen wird.

Verbreitet der Nutzer einer mobilen Website etwa einen interessanten Link via Facebook, landen auch die Desktop-Nutzer beim Klick auf der mobilen Website – mit einem entsprechend auf mobile Geräte ausgerichteten suboptimalen User Experience. Mobile Websites können hingegen dann sinnvoll sein, wenn für die mobile Nutzung irrelevante Inhalte herausgefiltert und gezielt nur eine Auswahl von Funktionen angeboten werden soll. All diese Inhalte laden bei einer Responsive Website im Hintergrund mit, auch wenn sie gar nicht auf dem mobilen Gerät angezeigt werden. Dies kann besonders unterwegs mit langsamer Internetverbindung ein nicht zu übersehender Nachteil sein.

Native Apps eignen sich besonders gut für schnell zu erledigende Vorgänge wie einen Produktkauf und können zusätzlich auf integrierte Funktionen des Endgeräts zurückgreifen. Sind also reichhaltige Anwendungen das Ziel, die z.B. auf die Kamera, die Ortungsdaten, Adressbuch oder Kalender zugreifen sollen, ist eine native App die richtige Wahl.

Bevor eine Entscheidung getroffen wird, wie das eigene Angebot zu optimieren ist, sollten folglich zunächst die Bedürfnisse und der Nutzungskontext der Zielgruppe genau analysiert, Inhalt und Zweck des eigenen Onlineangebots definiert, die eigenen Ressourcen ermittelt und ggfs. Marketingaspekte wie SEO miteinbezogen werden, um darauf aufbauend die passende Methode auszuwählen.

Responsive Website vs. Mobile Site vs. Native App

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