Trends 2016: Blockchain – Automation of Trust

Trends 2016: Blockchain

Unserer Prognose vom Vorjahr entsprechend hat der Finanzsektor 2015 eine große Dynamik erlebt. Dabei vollzogen Banken insbesondere in einem Teilaspekt einen grundlegenden Sinneswandel: der Blockchain.

Während die Skepsis etablierter Player gegenüber der Digitalwährung Bitcoin nach wie vor dominiert, sind sich unterdessen alle Banken einig, dass die Blockchain alles im Banking grundlegend verändern wird. Weit über den Finanzsektor hinaus wird sie 2016 eine Vielzahl von Innovationen vorantreiben und hat das Potenzial, ganze Industrien so tiefgreifend zu verändern, wie nur das Internet zuvor.

Intro

Die Digitalwährung Bitcoin geht auf das Konzept ihres ominösen Erfinders Satoshi Nakamoto zurück, das er 2008 über eine Mailingliste verteilte. Wer Nakamoto wirklich ist und ob es sich bei ihm tatsächlich um eine Person handelt, gibt immer wieder Anlass für medienwirksame Spekulationen. Unabhängig davon haben Bitcoins jedoch eine beachtliche Erfolgsgeschichte verzeichnet. Außerhalb des Einflusses von Nationalstaaten sollen sie als eigenständige Währung der rein digitalen Bezahlung dienen.

Funktionsweise der Blockchain

Ermöglicht wird dies durch die Blockchain, die das zentrale Problem von digitalen Gütern löst: unberechtigte Vervielfältigung. Während die Musik-Labels schmerzhaft erleben mussten, dass digitale Dateien ohne Qualitätsverlust beliebig oft kopiert werden können, stellt dieser Umstand im Bereich einer Währung eine besondere Herausforderung dar: Ein und derselbe Bitcoin könnte als identische Kopie mehrfach ausgegeben werden (Double-Spending-Problem). Das Resultat wäre, dass niemand dem Wertgehalt eines Bitcoins trauen und ihn als Zahlungsmittel akzeptieren würde.

„[Blockchain has the potential to] challenge the profit poll of the middle-man with a promise to make centralized institutions obsolete.“
Goldman Sachs

Die Lösung dieses Problems stellt die Blockchain dar: Sie ist, vereinfacht dargestellt, ein öffentliches Verzeichnis jeder Transaktion, bei der Bitcoins zum Einsatz kamen. Somit ist jeder Bitcoin eindeutig identifiziert und es lässt sich stets überprüfen, ob ein Käufer auch rechtmäßiger Besitzer eines Bitcoins ist. Dies muss vom Käufer und Verkäufer jedoch nicht jeweils selbst überprüft werden, sondern läuft automatisch bei jeder Transaktion im Hintergrund ab. Wofür also bisher Institutionen wie Banken notwendig waren, die die Rechtmäßigkeit der Zahlung bestätigten, wird nun durch ein dezentrales Netzwerk gewährleistet.

Potenzial von Bitcoins

Bitcoins lassen sich zudem nahezu beliebig stückeln und die bei der Transaktion anfallenden Gebühren betragen nur etwa 1 Prozent – weit weniger als bei Kreditkartenzahlungen (2-3 Prozent in Kombination mit Mindestgebühren) oder beim grenzüberschreitenden Geldtransfer (bis zu 10 Prozent). Dies eröffnet die Möglichkeit von Micropayments, die insbesondere für die Nutzung von Medienprodukten wie Zeitungsartikel oder Musiktitel immer wieder in der Diskussion waren, sich aber schon allein aufgrund der Kostenstruktur nicht durchsetzen konnten, da die Gebühren häufig höher waren als der eigentliche Transaktionsbetrag.

Zudem ermöglichen Bitcoins die anonyme Abwicklung von Zahlungen, da in der Blockchain nur die Wallets – also virtuellen Geldbörsen – verzeichnet sind, zwischen denen Bitcoins ausgetauscht wurden, nicht jedoch die Eigentümer der Wallets.

Führt man sich die jährlichen Transaktionsgebühren der Anbieter von Kreditkarten (USD 500 Milliarden) und Geldtransfers (USD 436 Milliarden) sowie die nationalstaatliche Hoheit über eine eigene Währung und die Einsatzmöglichkeit von Bitcoins zur anonymen Abwicklung illegaler Geschäfte vor Augen, überrascht es nicht, dass keine Bank und kein Nationalstaat Bitcoin mit offenen Armen empfängt. Während ihre Unabhängigkeit bei der Einschätzung des Potenzials somit zu Recht fraglich ist, sehen sie einheitlich keine Zukunft für Bitcoins. Sie sind sich aber unterdessen einig, dass die Blockchain alles im Banking grundlegend verändern wird. Dieses Potenzial sehen sie aber in privaten, nichtöffentlichen Blockchains, an denen sie derzeit am arbeiten sind und die Bitcoin außen vor lassen.

Jamie Dimon, CEO JPMorgan Chase
Jamie Dimon

„There will be no real-time, non-controlled currency in the world. There is no government that is going to put up with it for long.“

Christine Legarde
Christine Lagarde

„Many of you in the [financial] industry are actually worried that those technologies are going to massively disrupt the current industry. Pause for a second. As long as those new technologies are going to abuse and take advantage of the yield for anonymity, I think the banking industry has quite a few good days ahead of it.“
Christine Lagarde, Managing Director IMF

Die dem Internetethos von Dezentralität, Offenheit und Demokratie ohne Institutionen verpflichteten Verfechter von Bitcoin sehen das verständlicherweise anders. Netscape-Gründer und Starinvestor Marc Andreessen sieht drei zentrale Tech-Entwicklungen, die sämtliche Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben:

„Personal computers in 1975, the Internet in 1993, and Bitcoin in 2014.“
Marc Andreessen

Jeremy Allaire, Gründer und CEO des Bitcoin-Startups Circle, vergleicht die derzeitige Diskussion über das Potenzial von Bitcoins mit der Diskussion in den Anfängen des Internets: Während die existierenden Institutionen damals großes Interesse an der Technologie hinter dem Internet zeigten, wollten sie kein Potenzial in einem Internet sehen, in dem jeder unkontrolliert seinen Teil beitragen konnte.

Das Ergebnis ist bekannt: Zentralisierte Initiativen sind gescheitert und die Innovationskraft eines jeden mit einer Idee und Zugang zum Internet hat die Welt verändert und einstmals mächtige Institutionen in die Bedeutungslosigkeit geführt. Ebenso sei die Blockchain ohne Bitcoin nicht denkbar und es sei illusorisch anzunehmen, dass von Finanzinstitutionen gesteuerte Konsortien mit der Entwicklung eigener Blockchains ein offenes Systems von Innovationen, die keiner zentralisierten Genehmigung bedürfen, schlagen könnten.

Disruptives Potenzial der Blockchain

Unabhängig von der Bedeutung, die Bitcoin in der Zukunft zukommt, können sich alle darauf einigen, dass die Auswirkungen der Blockchain so tiefgreifend sein und so viele Institutionen grundlegend umgestalten werden, wie nur das Internet zuvor. Ähnlich wie das TCP/IP-Protokoll die technische Grundlage für Anwendungen wie E-Mail (SMTP) oder das World Wide Web (http) lieferte, bildet die Blockchain die technische Grundlage für Anwendungen wie Bitcoin.

Um die Hierarchie der Blockchain richtig einordnen zu können, ist folgender Vergleich hilfreich: Das TCP/IP-Protokoll, ohne das eine Anwendung wie Uber nicht möglich wäre, führte nicht in der nächsten Iteration direkt zu Uber, sondern erforderte noch eine große Anzahl an Zwischenschritten (kein Uber ohne Google Maps, kein Google Maps ohne GPS und Satellitenaufnahmen und das Internet und das iPhone und die Miniaturisierung). Uber ist somit 10 Technologie-Ebenen von TCP/IP entfernt.

Ähnlich verhält es sich mit der Blockchain, die die Grundlage für eine Vielzahl an Innovationen mit tiefgreifenden Konsequenzen liefert, für deren konkrete Anwendungen jedoch noch die Infrastruktur gebaut werden muss und die von der Blockchain so weit entfernt sind, wie Uber von TCP/IP.

Dies erklärt wiederum die an Goldgräberstimmung grenzende Euphorie, die sich mit der Blockchain verbindet: Die auf ihr aufsetzenden Innovationen haben das Potenzial zur Infrastruktur zu werden, die jede Branche, die bislang einen Intermediär für die Bestätigung von Transaktionen erfordert, verändern wird.


Wie die Blockchain Regierungen, Banken, Wirtschaftsprüfer, Notare, Geld und viele weitere Industrien tiefgreifend transformieren kann

Der disruptive Charakter dieser Entwicklungen liegt bei allen Finanztransaktionen auf der Hand. Die Disruption des Finanzsektors wird nach Einschätzung der Euro Banking Association in zwei Schritten erfolgen:

  1. Automatisierung: Zunächst wird die Blockchain existierende Prozesse effizienter, sicherer, transparenter und kostengünstiger machen (primäres Ziel: Kostenreduktion)
  2. Produktinnovation: Anschließend wird auf dieser Basis eine Vielzahl von neuen Produkten entstehen, deren Vielfalt heute noch nicht abschätzbar ist (sekundäres Ziel: Umsatzsteigerung)

Transformation der Banken

Der erste Schritt wird von den Banken heute bereits mit großem Engagement vorangetrieben, obwohl die Blockchain das Potenzial hat, die Rolle und das Aufgabenspektrum von Banken grundlegend in Frage zu stellen. Die Entschlossenheit hat mehrere Gründe:

  • Disruptoren zuvorkommen: Die letzten 20 Jahre haben eindrucksvoll in einer ganzen Reihe von Industrien demonstriert, dass Angriff die beste Verteidigung ist und am ehesten Schutz vor Neueindringlingen bieten kann. Die Unternehmen, die den durch Technologie induzierten Wandel zu verhindern suchten, sind auf der Strecke geblieben. Auch wenn der zu verteilende Kuchen durch die Steigerung der Effizienz im Anschluss voraussichtlich ein kleinerer sein wird, besteht zumindest die Möglichkeit, den Anteil in diesem gegenüber Wettbewerbern auszubauen, statt gar nicht mehr am Tisch zu sitzen.
  • Überfälliges Prozess-Upgrade: Während die IT-Infrastruktur der Banken noch auf Systemen aus den 1970er-Jahren fußt, ist der existierende Prozess zur Wertübertragung mit Banken als Intermediär seit über 150 Jahren unverändert. Die Blockchain könnte beides grundlegend verändern – so etwa durch die Abwicklung von Transaktionen in 10 Minuten statt Tagen (mit signifikanter Auswirkung auf die mit Guthaben erwirtschafteten Erträge und die Reduktion der zur Absicherung von Zahlungsausfällen erforderlichen Maßnahmen).
  • Innovation kontrolliert vorantreiben/Disruption ausbremsen: Derzeit ist die Bitcoin-Blockchain noch nicht für das Transaktionsvolumen ausgelegt, das für Finanzinstitute erforderlich ist, um sie auf breiter Basis für den Zahlungsverkehr nutzen zu können. So können über sie nur 7 Transaktionen pro Sekunde abgewickelt werden – allein Visa wickelt pro Sekunde 56.000 Transaktionen ab. Dies wird von Finanzinstituten als Argument genommen, die Idee der Blockchain aufzugreifen und sie kontrolliert und nicht öffentlich weiterzuentwickeln. BitcoinVerfechter und hochrangige Ex-Bank-Mitarbeiter wittern hinter diesem Vorgehen jedoch einen anderen Grund: Das disruptive Potenzial von Bitcoin für das gesamte Konzept von nationalstaatlichen Währungen und für die Existenz von Finanzinstituten an sich soll von der Blockchain-Idee getrennt werden, um diese kontrolliert und mit dem Fokus auf Kosteneinsparungen voranzutreiben.

Gegenüber anderen Industrien im Wandel haben Banken den Vorteil, dass umfangreiche rechtliche Vorschriften und Zulassungen eine signifikante Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber darstellen. Dies sichert sie jedoch nicht vor finanziell extrem gut ausgestatteten Playern wie Apple, Google, Facebook und Co, die zudem auch über einen signifikanten Vertrauensvorteil verfügen (80 Prozent vs. 44 Prozent für Banken). Und über Schnittstellen laufen Banken Gefahr, wie Strom- und Telefonanbieter vor ihnen austauschbar zu werden und neue Player als Herren über die Kundenbeziehung zu etablieren (siehe auch Trend: API-Economy). Ex-Barclays CEO geht daher von einem Uber-Moment für die Finanzindustrie aus, der die Zahl der Beschäftigten in den nächsten 10 Jahren halbieren wird.

Disruption der Intermediäre

Banken sind jedoch nur der offensichtlichste Kandidat eines durch die Blockchain induzierten Umbruchs. In der Blockchain lassen sich sämtliche Rechtstitel fälschungssicher festschreiben, die bislang eines Intermediärs bedürfen. Diese Intermediäre sind bislang im Besitz eines zumeist nicht öffentlichen Verzeichnisses von Rechtstiteln, das sie beim Übergang eines Rechts auf eine andere Person mit einem wiederum nicht öffentlichen Verzeichnis eines anderen Intermdiärs abgleichen und die Rechtmäßigkeit bestätigen. Dies macht das gegenwärtige System langsam, arbeitsintensiv und anfällig für Fälschungen und Korruption.

In der Blockchain hingegen werden all diese Informationen öffentlich zugängig, die Übertragung erfolgt nahezu in real-time (maximal 10 Minuten) und eliminiert die Intermediäre. McKinsey schätzt das bislang nicht erschlossene ökonomische Potenzial von behördlichen Informationen auf weltweit USD 2,6 Billionen. Die Blockchain liefert für diese Erschließung den zentralen Baustein: Indem Geburtszertifikate, Sterbeurkunden, Eintragungen ins Handelsregister, die Veröffentlichung von Jahresabschlüssen, Grundbucheinträge und vieles weiter mehr in die Blockchain wandern, können Bürger Transaktionen direkt ohne das Erfordernis von Anwälten, Notaren und Behörden ausführen.

Honduras hat bereits angekündigt, seine Grundbucheinträge in die Blockchain zu transferieren und damit Korruption und unrechtmäßige Enteignungen zu bekämpfen und auch Griechenland zeigt sich interessiert. Als E-Resident von Estland kann man bereits seine Hochzeit in der Blockchain hinterlegen. Mit Linq hat die Nasdaq eine Blockchain-basierte Handelsplattform ins Leben gerufen.

“[Blockchain] is the biggest opportunity set we can think of over the next decade or so.”
Bob Greifeld, Nasdaq CEO

Blockchain Use-cases

Why Blockchain changes everything [Bloomberg]

Smart Contracts

Eine weitere Besonderheit besteht in der Programmierbarkeit der Blockchain: Sie wird auf diese Weise nicht nur zu einem Verzeichnis von Rechten und Zeitpunkten, sondern ermöglicht die Abbildung ganzer Verträge und der enthaltenen Konditionen, die sich automatisch ausführen, sobald die hinterlegten Bedingungen eingetreten sind. Diese in sogenannten Smart Contracts hinterlegten Bedingungen automatisieren Leistung und Gegenleistung, ohne dass diese in einem Vertrag hinterlegte Abhängigkeit erst vor einem Gericht eingeklagt werden muss.

Ein Auto würde erst dann funktionsfähig, wenn die vereinbarte Rate gezahlt worden ist. Diese Hinterlegung von Wenn-Dann-Bedingungen würde Schlichter wie Anwälte und Richter bei der Durchsetzung überflüssig machen, da ein Rechtsbruch technisch unmöglich wird. Dies würde somit für eine wesentliche Steigerung der Rechtssicherheit und Effizienz sorgen.

Diese Smart Contracts ermöglichen auch das Angebot ganz neuer Produkte wie etwa nutzungsabhängige Autoversicherungen und werden einen großen Einfluss auf Versicherungsunternehmen haben. Die derzeit mit viel Aufwand verwalteten Rechtestrukturen im Musikbereich könnten ebenfalls in Smart Contracts hinterlegt werden: Die Verwendung einzelner Stems eines Werkes durch einen anderen Künstler wäre ohne Abstimmung ebenso automatisch möglich, wie die Beteiligung der jeweiligen Rechteinhaber an den erzielten Umsätzen. Genehmigungen, Meldung und Verteilung der Einnahmen würde keine zusätzliche Überwachung mehr erfordern und Rechteverwalter überflüssig machen, da Künstler alle Bedingungen selbstausführend in den Smart Contracts hinterlegen können.

Fazit

Von der Gewährleistung fälschungssicherer Wahlen und Zertifikate wie Universitätsabschlüsse über die Disruption von mächtigen Marktplätzen wie Uber und Airbnb, die Dezentralisierung von Regierungen, die Selbstbestimmung über eigene Daten und ihre Monetarisierung sowie die Übermittlung der Kreditwürdigkeit unter Gewährleistung der Privatsphäre, der Koordination vielfältigster Anwendungen und Geräte im Internet of Things, den Wertpapierhandel bis hin zum Auditing von Unternehmen ist das Potenzial der Blockchain ebenso tiefgreifend wie schwer abschätzbar, wie es das Internet Anfang der 1990er-Jahre war.

Und ebenso, wie das Internet über wirtschaftliche Aspekte hinaus auch die Gesellschaft grundlegend verändert und beeinflusst hat, wird der Einfluss der Blockchain weit über die grundlegende Veränderung von Industrien, die für ein Fünftel des US-Bruttoinlandsprodukt (USD 3,6 Billionen) verantwortlich sind, hinausgehen. Banken stellen in diesem Wandel nur eine erste Iteration dar.

Wie schnell sich diese Umwälzung vollziehen wird, ist vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Konsequenzen für mächtige Institutionen auf der einen und die Beschleunigung der durch die vom Internet ermöglichte Entwicklungsdynamik auf der anderen Seite schwer abschätzbar.

Um hierbei nicht nur zum Spielball zu werden und den Wandel aktiv gestalten zu können, sollte es jede Institution den Banken gleichtun und mit den Möglichkeiten der Blockchain experimentieren. Dies ist umso überlebensentscheidender für alle Unternehmen und Institution, deren maßgebliche Funktion die Intermediation und Verwaltung von Rechten ist.

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