Google Databoard – für wen ist das neue Recherche-Tool von Nutzen?

11. Juli 2013 Agnieszka M. Walorska (@agaw)

Content-Marketing und Infografiken sind als effektives Instrument zur Steigerung von Traffic und Backlinks in aller Munde. Gestern hat Google ein neues Tool zur Studienauswertung vorgestellt. Mit Databoard erhält der Nutzer einfachen und kostenlosen Zugang zu Marktstudien (zunächst nur) aus dem Bereich Internet und Mobile. Databoard stellt die Eckdaten und Resultate von umfangreichen Studien zur Verfügung, aus denen mit nur wenigen Klicks Infografiken erstellt und geteilt werden können. So zumindest Googles Anspruch:

„Need some stats for a presentation? You shouldn’t have to go data mining. We’ve created this interactive tool to help you quickly find what you need from our vast archives of industry-leading research. It’ll even help you tell a story from the stats, turning selected charts and data points into infographics that you can share.“ (Quelle: Google)

Unkomplizierte Erstellung von Infografiken mit Einschränkungen

Egal ob Computer, Tablet oder Smartphone – das Tool soll sich auf jedem System problemlos und intuitiv bedienen lassen. In der Tat gelingt das Erstellen einer Infografik erstaunlich schnell und umkompliziert. In nur wenigen Klicks haben wir eine Infografik darüber erstellt, wie Mobiles in Kaufprozess und Produktrecherche einbezogen werden.

Doch erkauft sich der User die Intuitivität und den einfachen Zugang mit einigen Einschränkungen: Databoard enthält keine native Möglichkeit, Anmerkungen zu machen oder auf andere Studien zu verweisen. Hierfür muss immer das Bild ausgeschnitten und der Umweg über externe Tools gemacht werden. Erschwert wird dies dadurch, dass die erstellten Infografiken nicht einfach heruntergeladen werden können, was die weitere Verwendung für Präsentationen oder Arbeiten erschwert. Die Infografik ist ohne Umwege nur innerhalb Googles Ökosystem anzuschauen und zu bearbeiten.

Des Weiteren bietet das Tool nur Zugriff auf Googles eigene Studien zum Thema Mobile-Nutzung. Eine Begrenzung des Themenfelds, in der sich Googles Intention offenbart: Einerseits den eigenen Content zu verbreiten und andererseits den Bereich von Mobile und Tablets weiter voranzutreiben.

Nutzen nur für Privatleute oder kleinere Unternehmen

Im jetzigen Zustand ist Databoard nur für eine kleine Zielgruppe attraktiv:

  • Privatleute, die spaßeshalber Infografiken erstellen und mit Freunden oder Kollegen teilen wollen
  • Kleinere Unternehmen, die sich vorab zu möglichen Projekten informieren möchten, ohne umfangreiche Recherche zu betreiben oder Analysten beschäftigen

Eines hat Google zumindest mit dem neuen Tool ermöglicht: Eine Vielzahl von Daten lässt sich in einem verständlichen Format darzustellen und von Analyse-Laien nutzbar machen. Sofern  das Tool auch für größere Unternehmen nutzbar gemacht werden soll, muss Google das Themenfeld jedoch erweitern, externe Studien einbeziehen und dem Nutzer die Möglichkeit geben, die Infografiken anzupassen und weiterzubearbeiten.

 

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