Trends 2018: More Real Than Real – Mixed Reality

Augmented Reality ist in der Lage, die physische Welt, die wir tagtäglich um uns erleben, mit der Welt der Daten, die wir sonst nur über 2-D Bildschirme erfahren können, zu verbinden.

Nicht ohne Grund hat Mixed Reality daher das Potenzial, zu einem Game Changer der Digitalisierung zu werden. Apples CEO Tim Cook ging sogar soweit zu sagen “Augmented Reality is going to change everything”.

Einführung

Augmented-Reality- bzw. Mixed-Reality-Anwendungen sind in der Lage, grundlegend zu verändern, wie wir mit der analogen Welt interagieren. Der erste Berührungspunkt mit AR war für viele Smartphonenutzer im Sommer 2016 Pokémon Go. Mit dieser App wurde der reale Raum mit Fantasie-Wesen aus dem Pokémon-Universum angereichert: über die Identifikation des Standortes eines jeden Nutzers erschienen auf der darauf abgestimmten Landkarte Figuren, die einzusammeln waren.

Innerhalb einer Woche fand sich die Pokemon Go App an der Spitze der App-Store- und Google-Play-Bestenlisten und überholte in der Nutzungsintensität dabei sogar Facebook und Co. Es zeigte sich zwar, dass der Erfolg von Niantecs App eher von kurzfristiger Natur war, was vor allem an unpopulären Updates und Serverproblemen lag. Der Erfolg demonstrierte jedoch eindrucksvoll, dass  der Markt unterdessen bereit für AR Anwendungen ist. Und das auch aus technischer Sicht, denn leistungsstärkere Smartphones und punktgenaue Sensoren legen den technischen Grundstein für massentaugliche Augmented Reality.

Die Weichen sind gestellt

Developer Tools

Apple hat mit der Ankündigung des hauseigenen neuen Smartphone-Flagschiffs iPhone X auch gleich seine AR-Technologie auf ein neues Level gehoben. Für iOS 11 wurde ARKit auf den Markt gebracht, mit dessen Hilfe neue Augmented-Reality-Entwicklungen ermöglicht werden. ARKit ist in der Lage, Oberflächen im Raum wie Tische und Sofas zu verarbeiten und erlaubt wie kein anderes Plugin vor ihm die feste, virtuelle Platzierung von Objekten und Informationen im Raum. Das Umfeld wird damit via der integrierten Kamera wahrgenommen und auf dem Bildschirm durch die virtuellen Objekte angereichert.

Eine erste Applikationen, die aus der ARKit-Feder stammt, ist genauso simpel wie einleuchtend: Measure Kit gibt dem Nutzer ein digitales Maßband zum Ausmessen des Türrahmens oder zur Abstandsbestimmung zweier im Raum befindlicher Objekte. Aus den Appstore-Bewertungen lässt sich zwar herauslesen, dass die Genauigkeit des Measure-Kit-Maßbandes wohl noch nicht optimal ist, jedoch erfüllt die App ein entscheidendes Kriterium, das für den langfristigen Erfolg von Augmented-Reality-Anwendungen von essentieller Bedeutung sein wird: Nutzenstiftung.

Die jüngere Vergangenheit von Augmented-Reality-Anwendungen hat gezeigt, dass der Neuartigkeits-Effekt und der damit einhergehende Erfolg nicht lange anhält (siehe Pokémon Go). Erst wenn eine AR-Applikation ihren Nutzern echten Mehrwert bei der Meisterung alltäglicher Herausforderungen bietet, wird sie sich auch langfristig  durchsetzen können.

Das weiß auch Google, das kurz nach Apples ARKit-Veröffentlichung in Sachen Augmented Reality nachgerüstet und seine hauseigene AR-Entwicklungsumgebung ARCore veröffentlicht hat. Ausgestattet mit punktgenauem Bewegungstracking schafft es auch ARCore, virtuelle Gegenstände im Raum so zu verankern, dass die Umgebung des Nutzers glaubwürdig augmentiert wird. Die Platzierung von virtuellen Gegenständen oder auch Lebewesen im Raum wird häufig als Mixed Reality bezeichnet. Der Unterschied zu konventioneller Augmented-Reality-Technologie ist, dass diese virtuellen Darstellungen in der Umgebung des Nutzers fest eingebettet werden und auch nach dem Verlassen des Raumes und späterer Wiederkehr an der gleichen Position erscheinen.

Zusätzlich ist ARCore mit Hilfe der Kamerasensorik der Google- und Samsung-Smartphones in der Lage, die Lichtverhältnisse im Raum zu analysieren und überträgt diese Bedingungen auf die künstlich geschaffenen Augmented-Reality- bzw. Mixed-Reality-Objekte.

Google und Apple sind selbstverständlich nicht die alleinigen Anbieter von AR und VR Entwicklungsumgebungen. Amazon setzt mit Sumerian auf eine Browser-basierte Entwicklungslösung und will so die Position der Amazon Web Services auf dem Augmented-Reality-Markt sichern. Hier können Entwickler Anwendungen sowohl für AR- als auch VR-Anwendungen erstellen, die sich auf einer Vielzahl von Geräten ausführen lassen sollen.

Selbstverständlich will auch Facebook den Sprung auf den AR-Zug nicht verpassen. Mit der Akquisition von Oculus Rift ist Facebook schon tief im Virtual-Reality-Markt verwurzelt und will nun auch einen ähnlichen Impact bei Augmented Reality erreichen. Anstatt auf den Hardware Markt a la Oculus Rift, fokussiert man sich auch im Hause Facebook bei AR auf die Softwareentwicklung. Mit der Camera-Effects-Platform oder AR Studio können Entwickler auch Facebook-basierte Software zur Entwicklung von Augmented-Reality-Applikationen nutzen und so die Brücke zwischen Augmented Reality und Social Media schlagen.

Innerhalb von Facebooks ganzheitlicher Strategie soll, laut CEO Mark Zuckerberg, Augmented Reality einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Zuckerberg stellt sich eine Zukunft vor, in der man statt auf einem teuren Fernseher einen Film einfach auf der Wand durch AR genießen kann oder durch eine App den Tisch in das Brettspiel seiner Wahl verwandelt. Gleichzeitig räumt er ein, dass die heutigen Apps noch in den Kinderschuhen  stecken und auch die Verbreitung der Oculus Rift bisher schwieriger anläuft als zunächst gedacht. Dies bringt ihn jedoch nicht von seiner Überzeugung ab,, dass die Möglichkeiten dieser Technologien fast grenzenlos sind und für Facebook ein wichtiges Tool für die Weiterentwicklung ihrer Plattformen darstellen werden.

Desweiteren hat vor kurzem auch die Mozilla Foundation, die Non-Profit Organisation hinter dem Browser Mozilla Firefox, eine iOS App mit dem Namen WebAR veröffentlicht, die als Browser für Websites mit Augmented-Reality-Implementationen dienen soll.

Die Bewegung am Markt der Augmented-Reality-Entwicklungsumgebungen ist zu spüren und potentiellen AR-Entwicklern steht also theoretisch nichts im Wege, um zeitgemäße Augmented-Reality-Anwendungen umzusetzen.

Internet of Things und Augmented Reality

Als weiterer Katalysator für Augmented- und Mixed-Reality-Experiences ist die Entwicklung hin zum Internet der Dinge (IoT) zu verstehen. Alltagsgegenstände und Dienstleistungen sind besser vernetzt als jemals zuvor. Smarte Geräte können mit Daten und Informationen versehen werden. Diese Informationen sind nur dann sinnvoll, wenn sie vom Nutzer auch zu relevanten Zeitpunkten aufgerufen werden können. Hier kommt Augmented Reality bzw. Mixed Reality ins Spiel: mit Hilfe von Smartphone-Kameras und Smart-Glasses werden die vorhandenen Informationen zum Nutzer kommuniziert und schaffen den Sprung in die reale Welt.

Expertenkreise sprechen bei Augmented-Reality- und Mixed-Reality-Anwendungen innerhalb der Wirtschaft aktuell im Besonderen von zwei Einsatzgebieten: Zum einen als Produkt oder Produktfeature innerhalb von Consumer Goods und zum anderen als Unterstützungsmodul innerhalb der Produkterstellung als strategischer Erfolgsfaktor bei Unternehmen.

Augmented Reality als Consumer Good

Retail

Der Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen kann aktuell in der Konsumgüterindustrie und insbesondere im Retail unter der Überschrift “Try before you buy” zusammengefasst werden.

So nutzte  IKEA als einer der ersten Big Player bereits 2014 die Gunst der Stunde und erweiterte seine Katalog-App um ein spannendes AR-Feature, welches es dem Nutzer ermöglicht, ausgewählte IKEA-Möbel im Raum zu platzieren. So kann man schon vor der Kaufentscheidung einen Eindruck bekommen, wie das begehrte Möbelstück oder die olivgrüne Hängelampe in den eigenen vier Wänden zur Geltung kommen wird.

Nach dem selben Prinzip und beflügelt durch die neuen Möglichkeiten von ARCore, können Nutzer der iOS-Amazon-App auch einige ausgewählte Produkte des Amazon-Angebotes vor dem Kauf mit ihrer Umgebung abstimmen. Besonders praktisch wird dieses Feature, wenn es um die Anschaffung großer Geräte oder die Inneneinrichtung geht.

Auch Gadgetflow, ein Online-Shop für ausgewählte Lifestyle- und Techprodukte hat Augmented Reality in sein Portfolio aufgenommen. Gadgetflow bietet unter anderem Kickstarter- und Nischenprodukte an, bei denen es vor AR besonders schwierig war, sich ein genaues Bild über das jeweilige Wunschobjekt zu machen und ermöglicht so den Unterstützern von Crowd-Funding-Projekten den Entwicklungsprozess näher zu verfolgen. Gadgetflows CEO, Evan Varsamis, zeigt auf, dass ein großer Benefit für den Einsatz von AR in Onlineshops die Steigerung der Customer-Engagement-Rate ist und sagt, dass Augmented-Reality-Nutzer 2 bis 3 mal so viel Zeit bei Gadgetflow verbringen als der durchschnittliche Nutzer. Genaue Daten zu der Conversionsteigerung gäbe es zwar aktuell noch nicht, laut Varsamis sei es aber so gut wie sicher, dass Augmented Reality auch die Verkaufszahlen bei Gadgetflow in Zukunft kräftig nach oben treiben wird.

Auch der Spielzeughersteller LEGO hat bereits ein interessantes AR Konzept in einem seiner Läden integriert. Einige LEGO Boxen lassen sich vor Ort mit einer Augmented Reality Kamera scannen, um das LEGO-Produkt noch vor dem Kauf fertig konstruiert dreidimensional anzuschauen.

Ein interessantes Produkt für die Kosmetikindustrie ist Modiface. Wie der Name schon erahnen lässt, kann der Nutzer hier mittels AR auf seinem Gesicht unterschiedliche Kosmetika und Make-Ups ausprobieren und so eine informierte Kaufentscheidung treffen. Ähnlich wie bei LEGO gibt es hier auch bereits eine Instore-Lösung in einem MAC-Cosmetics-Geschäft, bei dem sich die Kundinnen die Produkte in einem AR-Spiegel vor dem Kauf auf ihrem eigenen Gesicht anschauen können.

Augmented-Reality-Anwendungen versprechen folglich in Zukunft ein richtungsweisender Faktor für den Online- und auch Offline-Einzelhandel zu werden.

Automotive

Auch die Automobilbranche hat das Augmented-Reality-Geschäft bereits für sich entdeckt und ist eifrig dabei, potentielle Geschäftsfelder und -ideen in der AR-Landschaft zu erschließen. So können sich Nutzer der BMW-App den Sportwagen Ihrer Wahl in die eigene Einfahrt stellen, das Fahrzeugchassi nach Belieben konfigurieren und auf Wunsch auch den Innenraum begehen und die Sitzbezüge sowie das Armaturenbrett maßgeschneidert auswählen.

Zusätzlich hat BMW bereits jetzt in einigen seiner Modelle die Geschwindigkeitsanzeigen in die Frontschutzscheibe verschoben und arbeitet aktuell an einer Augmented-Reality-Lösung, die dem Fahrer anzeigt, wie weit die Objekte in seinem Sichtfeld von ihm entfernt sind und welche Route er nehmen muss, um schnellstmöglich an sein Ziel zu kommen.

In Expertenkreisen gilt das Auto selbst als der Hauptanwendungsträger für Augmented Reality in den nächsten Jahren. Sind die aktuellen Augmented-Reality-Entwicklungen im Einzelhandel oder in der Unterhaltungsindustrie meist für kleine Smartphonebildschirme ausgelegt, wäre das Auto, genauer genommen wären die Fenstergläser des Autos in der Lage, großflächige Augmented-Reality-Interfaces abzubilden. Navigation, Fahrassistenz und mögliche Gefahren würden für den Fahrer gut sichtbar in der Frontschutzscheibe angezeigt und könnten Echtzeitinformationen zu Staus, wechselnden Wetterbedingungen oder Straßenreklamen liefern.

Für viele ist diese Art von Augmented Reality – also die Überlagerung von realen Dingen mit Echtzeitinformationen und virtuellen Bedienelementen und Gegenständen – die wahre Form von Augmented Reality. Diese Umsetzungen befinden sich zur Zeit zwar noch in der Prototypenphase, könnten aber in den nächsten zwei Jahren zu realisierbaren Projekten heranwachsen.

In einer fahrerlosen Welt, auf die wir uns zweifellose hinbewegen und mit einem breiten Angebot von Mobility-as-a-Service (MaaS) durch Uber, Lyft und Services der Automobilhersteller wie Car2Go und DriveNow, scheint der Spielraum für Augmented Reality groß. Die Fahrer müssen sich weniger auf das Autofahren konzentrieren und können ihre Aufmerksamkeit auf andere Vorgänge lenken. Außerdem kann Augmented Reality dazu beitragen, dass das fahrerlose Fahren auch bei den Skeptikern mehr Gefallen findet, indem es die Entscheidungswege der künstlichen Intelligenz aufzeigt.

Auch wenn das Potential für Augmented Reality in Fahrzeugen sehr klar veranschaulicht werden kann und als möglicher Wegweiser für andere Industrien gilt, muss beachtet werden, dass die Automobilproduktion ein stark regulierter Markt ist, in dem Produktionsstandards, Sicherheitsbestimmungen und auch die Straßenverkehrsordnung eine wichtige Rolle spielen. Damit AR erfolgreich durch  den Bürokratie- und Auflagendschungel gelangt, müsste über kurz oder lang ein AR-Konsortium zur Erstellung eines  Ökosystems entstehen, bei dem vom Autoherrsteller über den Softwareentwickler bis hin zum Fahrer die Bedürfnisse aller Akteure berücksichtigt und ein alltagstauglicher Augmented-Reality-Grundstein gelegt werden kann.

Travel

In unserem Trend zum Jahr 2017 “Frictionless Travel” haben wir bereits angesprochen, wie VR und AR in der Tourismus- und Reisebranche Anwendung finden können und dem Reisenden den Urlaub interessanter gestalten und die Planung erleichtern.

Die AR-Applikationen zeigen digitale Overlays mit interaktiven Informationen über die Kultur oder Geschichte der Orte, an denen der Tourist vorbeigeht. So auch folgende Applikation, die den geschichtlich interessierten Berlin-Besuchern die Ereignisse an der Berliner Mauer näher bringen soll.

Augmented Reality hilft auch dabei, Sprachbarrieren zu überwinden. Jetzt schon können Reisende mit Anwendungen wie Google Translate Schilder oder Menüs scannen und diese in die eigene Sprache übersetzen lassen.

Google Arts & Culture ermöglicht seinen Nutzern, neben der populären Gesichtserkennungsfunktion, Museen und historische Monumente in VR zu begehen und zu erkunden. Diese virtuellen Rundgänge sind zudem mit einem Audio-Guide unterlegt, der die Nutzer, wie bei einem echten Museumsbesuch, mit Informationen passend zu ihrem aktuellen VR-Standort versorgt.

Passend dazu zeigt Microsoft mit seinem Mixed-Reality-Headset Hololens eine Vision des virtuellen Reisens auf, die alle Limitierungen des physischens Verreisens aufhebt und den Nutzer in sekundenschnelle auf den Petersplatz in Rom oder auf die Karlsbrücke in Prag teleportieren kann.

Health

Augmented Reality wird in der Medizin bereits genutzt, um Medizinstudenten und Ärzten komplexe Eingriffe und Techniken zu erleichtern oder beizubringen. Touch Surgery, ein Startup aus London, hat eine Anwendung entwickelt, die Ärzte dabei unterstützt, Operationen durchzuführen und den Körper ihrer Patienten zu untersuchen.

Für Patienten gibt es bereits auch einige Augmented-Applikationen, mit denen sie die eigene Gesundheit überwachen und durch die das Leben mit einer Krankheit erleichtert werden kann. Nu Eyes entwickelt eine AR Brille für Menschen mit starker Sehbehinderung, mit deren Hilfe die Patienten wieder eigenständig Alltagsaufgaben wie Kochen oder Kartenlesen durchführen können sollen.

Augmented Reality als strategischer Erfolgsfaktor

Bemerkenswert ist, dass der kurzfristige Effekt AR-gestützter Technologien in naher Zukunft im industriellen Sektor wesentlich größer sein wird als auf den Verbrauchermärkten. Bereits heute werden Augmented-Reality-Lösungen in tausenden Unternehmen eingesetzt und lösen dabei vor allem traditionelle Handbuch- und Trainingsmethoden bei der Schulung von Mitarbeitern ab. AR-Anwendungen helfen Mitarbeitern bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung, fördern die Entscheidungssicherheit und steigern allgemein die Produktivität am Arbeitsplatz.

So hat die U.S. Marine ein System entwickelt, das ihnen die Inspektion von neu gefertigten Schiffsmodellen mit Hilfe eines AR-Holograms ermöglicht. Die Ingenieure können so detailgenau erkennen, an welchen Stellen am Schiff Produktionsmängel auftreten und sparen sich das mühselige Vergleichen des fertigen Endprodukts mit schwer zu abstrahierenden Blaupausen und CAD-Modellen. Diese neue Methode der Quality-Assurance steigerte die Geschwindigkeit der Ingenieure um ganze 96 Prozent.

Industrieübergreifend melden Unternehmen, die innerhalb ihrer Wertschöpfungskette AR-Technologie verwenden, eine Produktivitätssteigerung von durchschnittlich 25 Prozent.

Augmented Reality auf der Produktionsebene von Unternehmen hat bisher im Kern drei Einsatzarten, die einen Mehrwert innerhalb von Unternehmensprozessen versprechen: Visualisierung, Anweisung und Interaktion.

Visualisierung

Augmented Reality-Anwendungen sind in der Lage eine Art Röntgenblick zu erzeugen, der internalisierte Funktionen und Daten eines Objekts offenlegen kann. So lassen sich Live-Daten von Maschinen und Geräten auslesen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Zusätzlich spielt in diesem Kontext auch die Visualisierung  von Prototypen bereits eine wichtige Rolle bei vielen Unternehmen. Verschiedene Autohersteller nutzen Augmented-Reality-Hologramme bereits, um Fahrzeugdesigns zu testen und fertige Modelle zu überprüfen.

Im Leipziger Porsche-Werk wird aktuell ein Pilotprojekt durchgeführt, bei dem die Ingenieure direkt am Fließband mit Augmented-Reality-gestützter Technologie verschiedene Autoteile und auch Fertigungen von Zulieferern testen können und so sicherstellen, dass die Fertigungsstandards stets erfüllt werden.

Anweisung & Leitung

Wie bereits erwähnt, werden Augmented Reality Lösungen bereits in einigen Unternehmen zur Mitarbeiterschulung eingesetzt. Die Mitarbeiter erhalten Anweisungen zur Maschinenbedienung oder zu Prozessschritten auf ihr AR-Headset projiziert und können so mit hoher Effizienz Aufgaben lösen. Diese Lösungen märzen die Schwächen zentralisierter und theorielastiger Coachings aus, indem sie individualisierte und kontextsensitive Instruktionen an die Mitarbeiter übermitteln. Mitarbeiter erhalten am Fließband Echtzeit-Anweisungen, rufen bei der Maschinenbedienung und -wartung Informationen ab oder können in der Lagerhalle eine genaue Wegbeschreibung zum richtigen Fach oder Regal nachverfolgen. Dieser Input lässt wenig Raum für Interpretation beim AR-Nutzer und reduziert somit potentielle Fehlerquellen und erhöht die Produktivität des einzelnen Mitarbeiters.

Gleichzeitig können die augmentierten Anweisungen Dank künstlicher Intelligenz von den Mitarbeitern lernen und so verhindern, dass durch das Kündigen oder durch die Pension von Personal, Wissen und Fähigkeiten zur effizienten Arbeitsleistung verloren gehen. Augmented-Reality-Systeme zur Anweisung und Leitung werden damit dynamische Werkzeuge zur Steigerung der Produktivität und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Der US-amerikanische Landtechnikkonzern AGCO setzt Augmented Reality bereits großflächig in seiner Maschinenproduktion ein. Durch Augmented-Reality-Glasses werden neue Mitarbeiter für ihre Bereiche spezialisiert, Produktionsanlagen kontrolliert und Lagerbestände überprüft.

Auch in der Landwirtschaft findet Augmented Reality bereits Anwendung. Mehr zum Thema AgTech finden Sie in unserem Farming: The Rise of AgTech Trend.

Interaktion

Augmented Reality wird das Ersetzen von physischen Schaltflächen durch digitalen Interfaces wie beim Smartphone noch weiter treiben als bisher bekannt. Zukünftige AR-Headsets und -Smartphones sind in der Lage, virtuelle Schaltflächen auf Maschinen und Anlagen zu legen und diese dem Nutzer durch Gesten-, Sprach- und bald auch Blickkontrolle bedienbar zu machen.

So kann der mit Augmented-Reality-Equipment ausgestattete Mitarbeiter der Zukunft an Maschinen vorbeilaufen und ohne sie zu berühren Daten überprüfen, Einstellungen verändern und die Anlage bedienen. Zugegebenermaßen befindet sich die Interaktionsebene von AR zur Zeit noch in einem frühen Stadium, jedoch sind die Entwicklungen bei der Sprach- und Gestenbedienung schon sehr weit fortgeschritten.

Im Kontext der Konsumgüter ließen sich nach ähnlichen Prinzipien Haushaltsgeräte bedienen. Smarte Waschmaschinen, Spülmaschinen und Toaster würden ihre physischen Knöpfe verlieren, was in der Produktion eine Kosteneinsparung bedeuten würde, und wären über die durch Augmented Reality erzeugten Schaltflächen bedienbar.

Virtual Reality kann den Wertschöpfungsprozess innerhalb von Unternehmen noch um die Ebene der Simulation erweitern. Jenseits der Gamingbranche und einigen medizinischen Anwendungsbereichen geben die meisten Organisationen Augmented Reality bisher einen höheren Stellenwert als Virtual Reality. Bei der Simulation von realen Umweltzuständen  und -szenarien findet Virtual Reality allerdings häufigen Einsatz als Innovationstool von Unternehmen.
So testen Airlines mit VR-Brillen neue Cockpit Prototypen nach dem Rapid-Prototyping-Prinzip. Iteriert durch direktes Piloten-Feedback, werden so Nachbesserungskosten bei der Implementierung des Cockpit-Layouts im Flugzeug gespart. Durch die VR-Simulation des Cockpits können Abstände zwischen Bedienelementen optimiert und genau auf die Bedürfnisse von Piloten zugeschnitten werden (vgl. M. Oberhauser, D. Dreyer, P. Kovačič Rapid Prototyping in einem funktionalen, virtuellen Flugzeugcockpit, 2015, S. 9).

Herausforderungen für Augmented Reality

Augmented Reality hat das Potenzial zu einem wichtigen Teil der Digitalstrategie vieler Unternehmen zu werden. Unternehmen, die AR schon erfolgreich einsetzen, profitieren bereits von signifikanten Produktivitätssteigerungen.

Dennoch scheint bei der Diskussion um die Potenziale von Augmented Reality aktuell häufig noch ein weit entferntes Zukunftsszenario besungen zu werden. Welchen Herausforderungen sieht Augmented Reality sich also gegenüber, um nachhaltige Erfolge zu feiern und vor allem im Verbrauchermarkt nicht nur als Spielerei wahrgenommen zu werden?

ARs primäre Limitierung ist aktuell, dass die meisten Anwendungen Smartphone- oder Tablet-basiert sind. Die Befreiung der Hände und die Projektion von AR-Interfaces in das Sichtfeld des Nutzers durch ein AR-Headset oder Smart-Glasses wird nötig sein, um das volle Potential von AR zu entfalten.

Wie bereits erwähnt, müssen AR-Anwendungen dem Anspruch gerecht werden, mehr als nur Faszination durch Neuartigkeit auszulösen. Sie müssen für den User von nachhaltigem Nutzen sein, um langfristig in den digitalen Alltagsgebrauch aufgenommen zu werden.

Zudem ist der bittere Nachgeschmack im Zusammenhang mit Augmented-Reality-Headsets und Smart-Glasses durch den missglückten Launch von Google Glasses innerhalb der Tech Szene und auch bei den Nutzern noch sehr präsent.

Dieses Lücke möchte Magic Leap schließen. Für das Jahr 2018 hat das unter anderem von Google und Alibaba finanzierte Augmented-Reality-Startup mit Milliardenbewertung die Veröffentlichung seines Augmented- bzw. Mixed-Reality-Headsets angekündigt.

Zusätzlich muss für authentische Augmented-Reality-Erfahrungen eine Art AR-Cloud-Infrastruktur geschaffen werden. Diese AR-Cloud wäre das digitale Abbild unser physischen Welt, die dann via Smartphone oder AR-Headset über die physische Welt gelegt werden kann. Eine AR-Cloud würde zusätzlich ermöglichen, dass mehrere Menschen zur gleichen Zeit die gleiche AR-Erfahrung durch unterschiedliche Geräte wahrnehmen können.

Die Einführung einer solchen übergreifenden Technologie scheint aktuell noch etwas weiter entfernt, würde Augmented- und Mixed-Reality-Anwendungen aber auf Anhieb auf ein neues Level katapultieren.

Anforderungen an UX/UI

Die Verbreitung und der Einsatz von Augmented- Reality- Headsets und -Glasses werden neue Richtlinien und Guidelines für die Erstellung von guter User Experience und intelligentem Interface Design mit sich bringen.

Diese Anforderungen beziehen sich primär auf Augmented- Reality- Wearables und -Glasses, lassen sich aber auch auf mobile- basierte AR- Applikationen anwenden (vgl. K. Wrasse, E. Brandenburg, H. Hayka, R. Stark Visualisierung von Anforderungen an physische Prototypen mit Augmented Reality, 2017, S.86):

Redundanz vermeiden:

Es sollte vermieden werden, die gleichen Informationen mehrmals anzuzeigen. Der Nutzer muss trennen können, welche Informationen über AR überliefert werden und was Bestandteil der physischen Welt ist.

Realismus und Abstraktion:

Die Bedienelemente müssen den Balanceakt zwischen Realismus und Abstraktion meistern. Bedeutet, sie sollen intuitiv als Bedienelement identifizierbar sein, dürfen aber ihrem physischen Abbild optisch nicht zu ähnlich sein.

Herausforderung der Dimensionalität:

Für sich überlagernde Elemente (physisch und digital) muss eine Positionierungshierarchie eingehalten werden, die für den Nutzer dynamisch optimiert wird. Bedeutet: Vordergründige Gegenstände erhalten auch eine vordergründige Augmented Reality Abbildung gegenüber Gegenständen, die sich aus der Perspektive des Nutzers weiter hinten befinden. Diese Positionierungshierarchie muss dynamisch angepasst werden, wenn sich die Perspektive des Nutzers oder die Positionierung der Gegenstände verändert.

Transparente UI- Elemente:

Die Interface-Elemente müssen eine gewisse Transparenz bewahren, sodass der Nutzer stets erkennen kann, was der physische Bezugspunkt zu dem jeweiligen UI-Element ist.

Nonkonforme Ausrichtung von Interface und ihrer realen Komponente:

Digitale Informationen und Komponenten sollte nicht direkt über dem physischen Objekt liegen, sondern daneben. Die kognitive Verbindung wird über eine Verbindungslinie oder ein anderes Element hergestellt.

Augmented Reality Headsets

2018 könnte das Jahr für Augmented-Reality-Hardware werden. Mehrere Big Player kämpfen um den unbesetzten Thron unter den AR-Headsets und Glasses und wollen nun auf große Versprechungen auch Taten folgen lassen.

Microsoft Hololens

Die Hololens aus dem Hause Microsoft ist aktuell wohl das am weitesten entwickelte AR-Headset auf dem Markt. Microsoft prägte speziell für die Hololens den Begriff Windows Mixed Reality. Die Hololens ist in der Lage, virtuelle Gegenstände fest in der Umgebung zu platzieren und diese immer am selben Ort abzurufen. Durch ihre Fähigkeit zur räumlichen Vermessung von Umgebungen, bewegen sich die virtuellen Objekte real durch den Raum und können auch von Zimmer zu Zimmer verfrachtet werden. Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Elemente werden verknüpft und der Nutzer kann dabei zusätzlich sein Windows 10 Interface bedienen. Die Bedienung der Hololens verläuft hierbei primär durch Gesten- und Sprachkontrolle.

Magic Leap

Wie bereits erwähnt, wurde nach langem Warten nun die Veröffentlichung des ersten Magic-Leap-Headsets für 2018 angekündigt. Das unter anderem von Google finanzierte Startup hat bereits 2014 seine Produktvision vorgestellt und einen riesigen Hype mit einer Bewertung von über USD 6 Milliarden vor Product-Launch kreiert. 

Das Magic-Leap-Headset wird mit einem an der Hüfte getragenen Computer verbunden, der den Großteil der Rechen- und Grafikleistung übernimmt und spart dadurch an Größe. Anders als die Hololens kann Magic Leap aber nicht mit echten Brillengläsern versehen werden. Allerdings soll Magic Leap im Gegensatz zu Microsofts AR-Headset in der Lage sein, den digitalen Objekten und Gegenständen Tiefenschärfe zu verleihen.

Apple

Apple kündigte 2017 ebenfalls die Entwicklung eines eigenen AR-Headsets an. Apples CEO Tim Cook bezeichnet sich selbst als einen großen Verfechter von Augmented Reality und ist überzeugt, dass Augmented Reality unsere Interaktion mit Technologien grundsätzlich verändern wird. Er bewertet AR dabei praktikabler als die Schwestertechnologie VR und begründet das damit, dass Augmented Reality den Mensch weniger isoliere und dadurch mehr Anwendung im alltäglichen Leben finden wird.

Fazit

Augmented Reality und Mixed Reality sind auf dem Vormarsch. Im Konsumgütermarkt sind sie stark an die erfolgreiche Verbreitung von AR-fähiger Hardware gebunden. Innerhalb der Wertschöpfungskette von Unternehmen hingegen lassen sich die ersten Produktivitätssteigerungen durch diese Technologie bereits heute verzeichnen. Innovationsgetriebene Unternehmen sollten sich nicht davor verschließen, zu evaluieren welche Berührungspunkte sie mit Augmented-Reality-Anwendungen haben könnten.

Diese Überlegungen könnten u.a. beinhalten:

  • An welcher Stelle innerhalb der Produktion könnten Augmented-Reality-Anwendungen unsere Prozesse optimieren?
  • Wie kann unser Produkt durch eine Implementierung von AR oder VR für den Kunden interessanter werden?
  • Wie kann Augmented Reality zur Kommunikation mit Partnern, Kunden und Mitarbeitern genutzt werden?

Mehr Trends

Trends 2018: Blockchain – The Saviour of Democracy?

Zunächst mit Bitcoin 2008 als Digitalwährung gestartet, hat sich binnen weniger Jahre die Erkenntnis durchgesetzt, dass die dem Bitcoin zugrundeliegende Idee der Blockchain unabhängig vom Erfolg des Bitcoin selber weit mehr Potenzial hat, als nur die Finanzbranche umzukrempeln. Die Natur einer fälschungssicheren dezentralen Datenbank, die die Blockchain vereinfacht gesprochen ist, ermöglicht vertrauensvolle Transaktionen zwischen Unbekannten, für die bislang immer ein Intermediär erforderlich war.

Somit stehen auf Basis der Blockchain sämtliche Branchen vor einer grundlegenden Umstrukturierung, die bislang Intermediäre für ihr Funktionieren benötigen: von Banken über Versicherungen und Wirtschaftsprüfern, Rechtehändlern und –verwertern, Anwaltskanzleien und Notaren, Energiehändlern und –erzeugern bis hin zu Grundbuchämtern und sämtlichen staatlichen Funktionen, die Prüf- und Bewilligungsprozesse enthalten. Über die Blockchain können diese Funktionen fälschungssicher und anonym durch alle Beteiligten ausgeführt werden, wodurch bislang starre Machtstrukturen demokratisiert werden können.

Die in Aussicht stehenden Effizienzsteigerungen und damit drastischen Kostenreduktionen durch Blockchain-basierte Prozesse haben eine branchenübergreifende Entwicklungs- und Investitionsdynamik in Gang gesetzt, die den flächendeckenden Einsatz bereits mittelfristig sehr wahrscheinlich macht. So taucht die Blockchain auch ganze sieben Mal mit dem Versprechen einer umfassenden Blockchain-Strategie im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung auf. Im Folgenden sollen die Potenziale der Blockchain für die Demokratisierung und die Belebung des demokratischen Prozesses beleuchtet werden.

Diese Studie ist derzeit für die Hertie-Stiftung in Arbeit. Hinterlassen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse, so dass wir Sie benachrichtigen können, sobald die Studie verfügbar ist.

Leaps into SportTech

Trends 2018: Leaps into the World of SportTech

Höher, weiter, schneller, besser – das gilt nicht nur für die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Schon immer haben Sportler sowohl mit erlaubten, als auch unerlaubten Mitteln versucht, ihre Leistung zu steigern und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Dank der allgegenwärtigen Sensoren und der nie dagewesenen Möglichkeiten von Datenerfassung, Datenanalysen und Virtual Reality-Technologien haben Profisportler, Trainer, aber auch Hobbysportler neue Lösungen an die Hand bekommen, um ganz gezielt einzelne Aspekte zu trainieren und die Fortschritte unmittelbar nachzuverfolgen.

Trends 2018: Logistics – the Age of Enlightenment

Wie die meisten Industrien sieht sich auch die Logistikbranche mit einem tiefgreifenden Wandel konfrontiert. Im Zeitalter kostenloser Same-Day-Delivery hat sich die Erwartungshaltung nicht nur im B2C-Umfeld grundlegend verändert. Diese lässt sich nur durch den innovativen Einsatz einer Vielzahl neuer Technologien realisieren. Konsequenz sind nicht nur eine enorme Steigerung der Effizienz und der Transparenz, sondern ganz neue Formen der Kollaboration und eine noch nicht absehbare Umwälzung etablierter Geschäftsmodelle. Dies öffnet neuen Wettbewerbern wie Startups und bisherigen Kunden der Logistiker Tür und Tor, die nicht von technologischen Erbschaften ausgebremst werden.

Trends 2018: Farming – The Rise of AgTech

Landwirtschaft – dieser Begriff erzeugt romantische Bilder vom beschaulichen Leben auf dem Dorf in unseren Köpfen. Doch die Branche ist stark technologisiert. Bereits in den 80er Jahren begannen Landwirte mit der Digitalisierung ihrer Produktionsstätten. Zunächst stand die Ertrags- bzw. Gewinnmaximierung dabei im Fokus. Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels und eines starken Zuwachses der Weltbevölkerung gewinnt die Frage nach der Nachhaltigkeit aber zunehmend an Gewicht. Das Thema ist im Jahr 2018 hoch emotional – Menschen jeder Altersgruppe hinterfragen zunehmend die Umstände der Produktion und haben ein starkes Interesse an ökologisch und auch moralisch vertretbaren Methoden bei der Lebensmittelherstellung.

Bekannte Investoren und Visionäre wie Kimbal Musk – der jüngere Bruder von Tesla-Gründer Elon Musk – haben diesen Trend erkannt. Sie investieren in Technologie, welche dem veränderten Konsumentenverhalten gerecht wird. So bekommt der Begriff der “Regionalität” eine völlig neue Bedeutung, wenn das Gemüse exakt Null Kilometer Transportweg hinter sich hat, bevor es auf unseren Tellern landet. In Berlin im Jahr 2018 bereits Realität – die Produkte werden durch Vertical Farming Module des Berliner Startups InFarm direkt im Supermarkt oder Restaurant angezogen und geerntet. Aber auch die traditionelle Landwirtschaft auf dem Acker geht mit der Zeit. Auf der AgriTechnica, der Weltleitmesse der Landtechnik, wurden Ende 2017 die zukunftsweisensten Innovationen ausgezeichnet. Darunter Roboterschwärme die Feldarbeiten verrichten, ein Augmented-Reality-System zur Fernunterstützung von Servicetechnikern und intelligente Drohnen zur Automatisierung der Begutachtung von Wildschäden.

Kann Technologie der Schlüssel zur Ernährungssicherung sein und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten? Unsere Studie skizziert die Kulturgeschichte der Digitalisierung in der Landwirtschaft, gibt einen Überblick zum Status quo und zeigt das disruptive Potenzial von neuen Technologien für die bisherige Lebensmittel-Lieferkette auf.

Trends 2018: Beginning of the Quantum Future

Quantencomputer – ein Begriff, unter dem sich die meisten Menschen heute ungefähr so viel vorstellen können wie vor 50 bis 60 Jahren unter dem Wort “Computer”. Kein Zufall, ist doch das Stadium, in dem sich die Quantencomputer aktuell befinden, mit jenem der Digitalrechner in den 1950er und 1960er Jahren vergleichbar: Sie sind extrem teuer, können nur von einer Handvoll Personen bedient werden, ihre möglichen Einsatzfelder sind noch nicht klar umrissen – und doch setzen immer mehr große Unternehmen auf diese Technologie. Aus diesem Grund haben wir unserer Studie den Titel Beginning of the quantum future gegeben. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass die Quantencomputer in den kommenden Monaten die Massenmarktreife erreichen werden. Wovon wir allerdings überzeugt sind, ist, dass in der unmittelbaren Zukunft Durchbrüche im Quantum Computing zu erwarten sind, die möglicherweise eine enorme Auswirkung auf eine Reihe von Branchen und Technologien haben werden.

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